CD "Siebensachen" Michael Kiedaisch Trieau bei Neuklang!

 

Presse Musikbeispiele

Michael Kiedaischs TRIEAU



Foto: P. Hartung

 

 

Michael Kiedaisch - Marimba, Vibraphon, Percussion

Mike Svoboda - Posaune, Alphorn

Eberhard Hahn - Saxophone, Flöten, Baßklarinette

 

 

1996 trafen die 3 Musiker das erste mal zusammen um für einen Kompositionsauftrag, den Michael Kiedaisch von der Gelsenkirchener Bundesgartenschau 1997 erhalten hatte, Aufnahmen zu machen. Der dabei gefundene Spaß am gemeinsamen Spiel führte in der weiteren Arbeit dann zu dem jetzigen speziellen Stil und Repertoire des Trios, das sich aus Kompositionen Michael Kiedaischs und freien Improvisationen zusammensetzt.

Die Musik speist sich aus verschiedenen Quellen, haben die 3 doch im einzelnen schon mit so unterschiedlichen Musikcreativen wie Frank Zappa, Mikis Theodorakis, Andreas Vollenweider oder Karlheinz Stockhausen gearbeitet. So trifft auf dem offenen Feld welches die zeitgenössische Improvisationsmusik bereitet hat jazzverwurzeltes auf frei - und neutönerisches, europäisch kammermusikalisches auf imaginär und konkret folkloristisches.

Der spezielle Klang des Trios ergibt sich aus den diversen Variationsmöglichkeiten in den Instrumentenkombinationen, da alle 3 eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente bedienen! Es gibt hier Trios mit Marimba, Posaune und Baritonsax - Alphorn, Marimba, Vibraphon und Piccoloflöte - Steeldrum, Posaune und Panflöte - um nur wenige Beispiele zu nennen.... Im Jahr 2000 erschien die CD „Water Mirror" bei November Music, London. 2010 dann die aktuelle CD "Siebensachen" bei Neuklang, Ludwigsburg.

 

 

 

 

 

 

Presse



Badische Zeitung vom Freitag, 12. September 2003

Fische in der Wüste

Freiburg: Klangexperimente in der Kirche St. Andreas

Aus der Ferne nähert sich ein dunkler Ton, geformt vom Hohlraum einer Muschel. Er trifft sich im Staccato dann mit den Rhythmen von perkussiv gespieltem Vibraphon und einfacher Handtrommel. Kommunikativ bis ins Feinste gibt sich Trieau - die französische Schreibweise ist hintersinnig, Affinität zum Wasser weckend - in der Kirche St. Andreas in Freiburg-Weingarten. Der zeltartige Bau aus Beton, Holz und Glas scheint wie geschaffen für derlei Klangerkundungen. Im weiten Rund formen und gestalten sich Klänge und Töne; sie wandern umher, verbinden sich im Altarraum, von einem still konzentrierten Publikum interessiert verfolgt.

Ein gutes Dutzend Instrumente bedienen die drei Musiker, allzeit überraschende Klangfarben produzierend. Da ist Michael Kiedaisch, der vor einem Jahr aus der Bodenseegegend nach Freiburg zog: der Vibraphonist und Marimbaphonist, sicher und wendig auch auf den Steel-Drums, liefert die thematischen Vorlagen, Stücke mit skurrilen Titeln wie "Fische in der Wüste" oder "Firlefanz-Tanz", die die Phantasie anregen und Assoziationen wecken. Sie werden entsprechend von den beiden Bläsern umgesetzt. Der aus Chicago kommende Mike Svoboda beherrscht auf Posaune und Tuba alle Spielarten zwischen E und U, von krachenden Klangkaskaden bis zu zart hingehauchten Melodien. Eberhard Hahn ist mit diversen Saxophonen und Flöten zur Stelle, nicht minder ideenreich. Nicht expressiv zugespitzte Soli sind Anliegen der drei, es ist das kommunikative Miteinander.

Hier ist ein Trio, pardon: Trieau, das sich auf den freien Austausch musikalischer Gedanken bestens versteht. Gewiss werden Themen vorgegeben und unisono vorgestellt, doch bilden sie allenfalls ideale Vorlagen für Improvisationen. Neben dem Ausloten klanglicher Möglichkeiten oder sonstiger instrumentaler Tugenden sind dem Erfindungsgeist und jeglicher Spiellaune keine Grenzen gesetzt. Man agiert mal in swingenden Gefilden, intoniert spontan einen Tango oder verfällt in einen Blues. War es anfangs eine Melodie auf der Muschel, die in der Kirche faszinierte, ist es abschließend ein originaler Muothataler auf dem Alphorn, der von Kuhglocken begleitet wird. So bunt ist Musik, so kreativ Trieau. Langer Beifall. Reiner Kobe

 

JazzReview

Kiedaisch/Svoboda/Hahn Water Mirror NOVEMBER NVR2010-2

......All three musicians are a delight tonally, creating a full and varied palette, turning out a stream of pleasing sounds and shapes without ever deteriorating into superficial prettiness. They even manage to pull off literal humour without sacrificing musicality, as on "Sealion's Teatime." These days there are plenty of people trying to mix jazz and post-impressionist chamber music, but few have married them as satisfyingly as this trio has done.

Barry Witherden

 

Birmingham Post

JAZZ CD OF THE WEEK

Michael Kiedaisch, Mike Svoboda, Eberhard Hahn. Water Mirror

........it shows the interest percussionist Michael Kiedaisch, trombonist Mike Svoboda and saxophonist Eberhard Hahn take in the natural world, and it shows their attitude to sound - as just another element in the natural world. Kiedaisch plays marimba, vibraphone and steel drums as well as percussion, Svoboda adds tuba, didgeridoo and conchshell to his armoury, and Hahn plays all the reeds and woodwinds. The combination of breathy flute, bell-like marimba and the low buzz of didgeridoo, for example, is a very evocative one. This is in that interesting vortex of European jazz, which takes equal inspiration from classical, jazz and folk sources to form an unclassifiable modern improvisational music.

Rating: * * * * *

Peter Bacon

 

Jazzwise

Water Mirror

.....The trio build a shifting, beguiling soundscape which invites all manner of liquid metaphors of the flowing, swirling, surging, dripping, trickling variety, but without ever resorting to obvious or kitschy effects. If that all sounds a little precious, there is plenty of sly humour amid the creativity.

Kenny Mathieson

 

Musikbeispiele

Alle Titel (Ausschnitte) aus der CD "Water Mirror", Novembermusic London

Beispiele der aktuellen CD "Siebensachen" finden sich hier bei


Neuklang